Aus dem Regal: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen

Wissenschaftler sind ein wenig gestörte Gestalten, oder? So stellen wir sie uns zumindest vor: intelligent, introvertiert, etwas weltfremd, für den Alltag nicht zu gebrauchen. So in etwa kommen sie auch in den Kurzgeschichten von Pippa Goldschmidt vor. Diese Geschichten hat Zoë Beck übersetzt. Krimis sind das trotzdem nicht.

Es sind Erzählungen über Wissenschaftler. Das ist zumindest ihr wohl kleinster gemeinsamer Nenner. Es sind meist Physiker, Astrophysiker oft, wenn man es richtig genau nehmen möchte. Und immer tun diese Wissenschafter genau eins: dem obigen Klischee entsprechen. Sie sind intelligent, introvertiert, weltfremd, den anderen um sie herum gleichzeitig nicht gewachsen und haushoch überlegen. Es ist faszinierend.

Diese Geschichtensammlung hebe ich mir auf. Ich werde sie an die Kinder weitergeben. Nicht als Gutenachtgeschichten, zumindest nicht jetzt, nicht zu Vorlesezeiten. Aber zum selbst Lesen. Später. In diesen Teenagerzeiten. Wenn sie an sich selbst zweifeln, die Welt in Frage stellen, ihren Platz darin suchen, ihn finden, wieder verlieren und das Spiel ein paar Mal wiederholen. Dann können sie einen Blick auf diese Geschichten werfen und hoffentlich zumindest eins erkennen: es ist egal. Wie man sich auch entscheidet, welchen Weg man auch geht, einen Sinn gibt’s überall. Auch, wenn ihn andere vielleicht nicht sehen. Oder ganz besonders dann.

Eine schöne Textsammlung. Ich kann sie empfehlen. Nicht nur Wissenschaftlern.

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