1976. Oder: Eine Lesung von Pia Ziefle

Sachen gibt’s, man mag sie kaum für möglich halten. So hat beispielsweise Pia Ziefle bereits zwei Romane geschrieben, beide sind großartig, und es hat bisher noch niemand die Dame zum Lesen in die Karlsruher Südstaaten eingeladen.

So geht das natürlich nicht.

Also haben wir unsere Kalender gezückt, einen Termin gefunden, ein wundervolles Café zum Lesen obendrein und haben beides öffentlich angekündigt. Eine charmante lokale Buchhandlung hat sich dazu gesellt und einen Büchertisch spendiert, ein Förderverein hat als Sponsor das Drumherum ein wenig vereinfacht und ein paar Gäste haben dem schönen Wetter getrotzt und sind auch dazu gestoßen.

Was soll ich sagen? Wir hatten einen wundervollen Abend. Die Stimmung war top, der Text sowieso. Wer dabei war, weiß jetzt obendrein nicht nur, dass dessen Handlung 1976 spielt, sondern auch, welches Auto in dem Jahr auf den Markt kam, wer eine politische Doppelrolle besetzt hat und damit krumme Dinger drehte und welche Wohnzimmereinrichtung für welches deutsche Land typisch war.

Was will man mehr? Wenig, wohl wahr.

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Immerhin kann man Pias Bücher einfach selbst lesen, ich empfehle das sehr. Und mit ein wenig Glück kann man noch einen ihrer sonstigen Lesetermine einrichten. Sie stehen auf ihrer Homepage gleich ganz am Anfang gut sichtbar dran. Nur zu, es lohnt sich.

Wir warten hier ab jetzt auf Buch Nummer drei und wer weiß: Vielleicht klappt’s auch dann wieder mit einem Termin vor Ort. Ich wäre wohl dabei.