Something für den Urlaub

Beim Hamburger Blognachbarn hab’s vor einiger Zeit einen Tipp für eine App. Something heißt sie. Und es handelt sich dabei um genau die App, die man gern mit in den Urlaub nimmt.

Wie kommt das? Nun, es ist ganz einfach. Im Urlaub geht’s unter anderem darum, den Alltag einfach mal hinter sich zu lassen. Ruhig mal etwas anderes zu machen. Und auch ruhig mal ein paar der sonst üblichen Gewohnheiten sein zu lassen.

Das Lesen der Timeline zum Beispiel. Ich mag meine sehr gern. Und ich folge ihr auch. Der Blick hinein ist fast wie einer in das gut bevölkerte Wohnzimmer, in dem sich lauter selbst ausgewählte Leute befinden. Das ist wundervoll, gar keine Frage. Aber wenn man mal ein paar Tage Urlaub macht, darf das Wohnzimmer gern zu Hause bleiben.

Endlich hat man Zeit, sein Instapaper leer zu lesen.

Wie allgemein bekannt, ist dieses Leerlesen natürlich eine komplett pathologisch konstruierte Vorstellung. Vollkommen theoretische Idee. Und damit es dabei bleibt, legt man ab und an den einen oder anderen Text wieder nach.

An dieser Stelle kommt Something ins Spiel. Diese App liest nämlich die eigene Twitter-Timeline, damit man es selbst nicht zu machen braucht. Dabei holt Something die vorbeiziehenden Links heraus, lädt die dahinterliegenden Texte und serviert sie einem recht ansehnlich. Durch Links- beziehungsweise Rechtswischen kann man dabei von einem Text zum nächsten springen. Linkswischen heißt dabei: Der Text war gar nicht so toll. Rechtswischen heißt: Super Text! Diese super Texte wischt man natürlich nicht nur davon, sondern legt sie vorher noch durch ein Doppel-Tab im Instapaper ab. Dieses Wischen und Tabben ist ein großer Spaß. So hangelt man sich gern durch die im Wohnzimmer empfohlenen Links.

Something App Am Ende des Tages stellt sich übrigens heraus, dass man in lockeren zehn Minuten durch die Links der Timeline durch ist. Das geht. Das ist überschaubar. Das schafft man locker auch im Urlaub, ganz ohne sich zu stressen. Zumal es obendrein ganz nett ist, dieses Gefühl, die großen Dramen der Nebensächlichkeiten nicht zu verpassen. Dieses geliebte Grundrauschen der Themen des Alltags: Es bleibt nicht liegen, es staubt nicht an, es wird nicht alt. Man hat schließlich alles gelesen. Sagt die App zumindest.

Das ist ziemlich toll. Danke an den Blognachbarn. Der Urlaub war super. Und ich habe ohne ständigen Blick auf die Timeline immer fürsorglich vorausgewähltes Material zum Lesen gehabt.

Die nächste Reise kann kommen.

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