Sonntagslinks

Da oben geht es um ein irre schnelles Fahrrad. Man erkennt es aber kaum als solches. Das ist mit denen, die Kinder normalerweise fahren, für gewöhnlich anders. Und genau das soll es auch sein. Also nicht anders, sondern gewöhnlich. Das meint zumindest der Häuptling des ADFC.

Thematisch vollkommen losgelöst und hier natürlich nur ganz rein zufällig direkt im Anschluss gibt es einen Hinweis auf die super schwachsinnige Idee für fahrerlose Autorennen in der Formel E. Aber warum eigentlich nicht? Es ist schließlich technisch möglich. Und was technisch möglich ist, das… ach, lassen wir es.

Wechseln wir lieber das Thema und gucken wir zum Perlentaucher. Dieser lanciert ein literarisches Metablog und nennt es lit21. Der Titel ist kurz, prägnant und griffig. Die Absicht klingt ähnlich: Das aktuelle Geschehen in literarischen Blogs und ähnlichen Veröffentlichungskanälen wird hier gebündelt. So schön das klingt, passiert leider genau das: Bündeln. Und weniger: Filtern. Für Langsamleser wie mich ist das leider nichts, aber wer seinen Feedkonsum besser im Griff hat, ist hier sicher sehr gut aufgehoben.

Ebensowenig entscheiden können sie sich offenbar bei Pantone. Dort gibt es jetzt erstmalig nicht einfach nur die Farbe des Jahres, nein, es gibt gleich zwei davon. Wie unsinnig. Es ist so dermaßen politisch korrekt, dass einem glatt die Farbe im Hals stecken bleibt.

Entscheidungsfreudig ist hingegen der mairisch-Verlag, welcher seinen Sitz für einen Monat von Hamburg nach Amsterdam verlegt. Die Niederlande werden nächstes Jahr schließlich Gastland bei der Frankfurter Buchmesse sein. Was liegt da näher? Saubere Aktion.

Mairisch ist ja bekannt für schöne Bücher aus Papier. Schön, schön, vor allem, weil sie trotzdem nicht so borniert daherkommen, wie jene, die André Gstettenhofer nicht ganz unberechtigt als Druckstalinisten bezeichnet.

Einen Themenwechsel schaffen wir noch, oder? Gut. Dann holen wir einen alten Scherz heraus: Basecamp ist irrsinnig viel wert, weil jemand für einen Dollar einen irrsinnig kleinen Anteil an der Firma erwirbt. Unterhaltsamer parodiert kaum jemand dieses Valuation-Game.

Wenn wir schon bei Technologiefirmen sind: Mit STFU – Silent Tabs for Users hat ein Browserhersteller nicht nur ein Gespür für geschmackvolle Abkürzungen, sondern endlich mal verstanden, was wirklich wichtig ist.

Eine etwas weniger kreative Abkürzung hat eine Technologiebude hier aus den Südstaaten für ein Social-Dingenskirchen-für-Schulen gefunden: INOPAI nennen sie es. Aber in der Sache klingt es immerhin durchaus praktisch.

Als Rausschmeißer gibt’s heute ebenfalls etwas technisches. A CEO’s Guide to Emacs ist die wohl leidenschaftlichste Liebeserklärung an einen Texteditor, die ich seit langem gelesen habe. So schön.