Sonntagslinks

Schadenfreude ist totaler Mist, klar. Aber dass jemand von einem fliegenden Fisch angestürmt wird, hat trotzdem Charme.

Ebenfalls totaler Mist sind übrigens rote Ampeln für Radfahrer. Ganz im Ernst, das soll jetzt keine billige Polemik sein. In Frankreich und sogar hochkonservativen Bundesstaaten Nordamerikas gelten sie glatt nur als Stoppschildäquivalent. Und das scheint hervorragend zu funktionieren. Da wird nichts gefährlicher. Da wird vieles sinnvoller. Hach.

Diskurse in Blogs: Wie heißt es so schön? Es gibt sie gar nicht. Gibt’s aber doch. Zum Beispiel über den Sinn und Wert eines Lektorats. Mit Argumenten auf der einen Seite und mit dem prompt gelieferten Contra von der anderen Seite. Und kommentiert, an diversen Orten. Wundervoll, auch wenn ich komischerweise über niemanden gestolpert bin, die Eschbachs 10 Punkte des Überarbeitens aufführt. Das hätte schon irgendwie mit reingepasst, denke ich mal.

Wenn die Texte irgendwann mal fertig sind, dann kann man sie lesen. Egal, wie schnell sie geschrieben wurden, braucht man dafür auch zum Glück keine Schnellleseapps. Endlich hat das mal jemand belegt. Es wurde Zeit.

Nach dem Schreiben und nach dem Lesen kommt möglicherweise die Kritik. Für diesen Fall hat Wolfgang Tischer vom Literaturcafé ein paar Tipps für den Umgang mit eben dieser. Sehr souveräne noch dazu. Passt.

Wechseln wir mal das Thema und fragen uns: Ist Gewalt wirklich all überall? Es scheint manchmal so. Es stimmt jedoch gar nicht, wir haben nur mal wieder ein Medien- und Wahrnehmungsdilemma. Das wusste schon Neil Postman 1985 und das sagen auch neuere Studien aus ganz anderen Bereichen. Beruhigend. Und wir sollten da ruhig dran denken, wenn das nächste Drama wieder durch das Mediendorf getragen wird.

Ebenfalls gerade durch das Dorf geht ein ganz anderes Drama. Es ist das der schleichenden Abschaffung des Bargelds. Mir fällt dazu spontan nicht viel mehr ein als: #allebekloppt. Sascha Lobo bringt es etwas eloquenter auf den Punkt.

Wenn wir schon mal so schön bei den Dramen sind: Gleichaltrige Kinder gelten neben Eltern und Pädagogen als dritte Säule der Erziehung. Charmanter Ansatz.

Mit der Erziehung haben wir Männer es ja eher nicht so, nicht wahr? Und auch, wenn das alles natürlich sehr, sehr ernst ist, hat mich diese Stelle im verlinkten Text doch sehr unterhalten:

habe dies als seine bewusste Entscheidung akzeptiert und bin gegangen. Er war völlig erschüttert. Warum ich nicht eskaliert hätte?

Besser wird es heute sicher nicht mehr. Es ist schließlich Sonntag.