Sonntagslinks

Das ist doch mal was: Ein Roman von Oliver Driesen. Der Mann ist gut, der Mann kann schreiben, der Mann ist jedoch ein Wirtschaftsjournalist. Macht aber nichts. Jetzt hat er nämlich einen Roman herausgebracht. Wattenstadt heißt der. Und auf YouTube kann man ihn sich kapitelweise anhören, vom Autor selbst eingelesen noch dazu.

Lesen kann man Romane allerdings auch selbst, so ist das ja nicht. Und das ist nicht nur per se eine feine Sache, sondern macht uns generell zu besseren Menschen, Empathie sei Dank.

Wie ist das eigentlich mit dem Erfolg? Vor allem jenem, der über Nacht kommt? Nun, bei Autoren lässt dieser Spontangewinn schon mal bis zum achten Buch auf sich warten. Da hilft wohl nur: Durchhalten und Dranbleiben.

Das kostet natürlich Zeit. Und erzeugt somit Stress. Wer jetzt glaubt, das irgendwie als einzige(r) nicht recht aushalten zu können, sei getröstet: Es ist ein Problem, dass wir alle haben. Die ganze Gesellschaft hat Stress, stellt Hartmut Rosa im Gespräch mit Ulrich Schnabel in der ZEIT fest.

Um etwas ganz anderes geht es bei Riffle: um anonymes, verschlüsseltes Browsen. Es folgt wohl einem neuen, furchtbar sicheren Ansatz. Und soll mit diesem glatt langsamer als Tor sein. Na, das kann ja interessant werden.