Sonntagslinks

Das ist doch irgendwie mal eine charmante Idee. Ich meine: Wer kennt diesen Spruch nicht? Die Jugend von heute liest nicht mehr. Was für ein Unfug. Grober Unfug! Die anderthalb Minuten da oben fassen die Geschichte aus ein paar Wochen Lesezeit zusammen, in welchen der Sohn des Hauses von zögerlichen Worterfassungen zu einem recht flüssigen Lesestil gefunden hat. Dass es diese Zauberergeschichte u.a. in einer ganz wundervoll aufbereiteten illustrierten Fassung gibt, macht die Sache gleich noch schöner.

Wie war das eigentlich früher mit diesen ganzen Szenegruppen und der kulturellen Bildung und der Abgrenzung gegen das Establishment? Kai-Uwe von Sandow berichtet rückblickend. Und das ist unter anderem auch deswegen interessant, weil es passenderweise im Projektblog einer Crowdfunding-Campagne passiert. Man lernt dabei natürlich etwas. Zum Beispiel über „Junge Punkpoeten mit schwerem Hang zum SaufiSaufi, DenkiDenki und FickiFicki.“ Und das ist natürlich: „Wunderbar.“

Wenn wir schon mal quasi bei der Wirtschaft sind: Startups sind das coole Ding. Wilde Lofts, lässige Typen, durchstilisiertes Leben: alles drin, alles dran. Oder nicht?

Wie ist das eigentlich mit diesem Wahnsinn der Tagesnachrichten? Er wird immer bekloppter, oder? Man kann es tatsächlich kaum eleganter ausdrücken. Da hilft es noch nichtmal, dass Sascha Lobo so feine Wörter wie Morgenbräune erschafft.

Das beste, was man da machen kann ist: etwas machen. Politisches, klar. Aber auch sonst: machen, bitte. Wie die Damen, welche zum Beispiel rein sportlich mehr Zieleinläufe bei Straßenrennen absolvieren als wir Typen. Und sie schreiben auch entsprechende Bücher. So soll es sein.

Und was kann man eigentlich machen, wenn man auf einer Waldorfschule war? Was soll da nur aus einem werden? Es stellt sich raus: Potenziell ganz ähnliches wie bei Abgängern anderer Schulen auch. Welch Überraschung.