Sonntagslinks

Das mit der regelmäßigen Sammlung der Links, welche mir so im Laufe der jeweiligen Woche unter die Finger gekommen sind, wird langsam schwierig. Ich finde derzeit tatsächlich recht wenig, was es wert wäre, hier Erwähnung zu finden. Wo man auch hinguckt, gibt es derzeit vor allem Kommentare zu diesem unsäglichen Präsidenten in diesem anderen Land da. Das ist nicht alles Mist. Es sind gute Texte dabei, unterhaltsame auch. Aber meine Reaktanz schlägt da leider gnadenlos zu. Dieser Typ kann, darf und sollte nicht alles Geschehen, alles Lesen, so vieles vom Denken bestimmen. Zumindest nicht, so lange klares Denken und politisches Arbeiten auf der Basis konkret belegbarer Fakten nicht erkennbar sind.

Lenken wir uns somit vorerst zur Beruhigung ein wenig ab. Zum Beispiel ganz banal damit, dass die allgemeine Wetterlage wieder dazu einlädt, an die Vorsätze für dieses Jahr zu erinnern. Also nicht an meine, versteht sich. Aber an all jene, die etwas mit dem Laufen zu tun haben. Im Film oben geht es zum Beispiel um den Freiburg-Marathon. Der findet Anfang April statt. Da bleibt glatt noch etwas Zeit zur Vorbereitung, da gibt es an der Strecke offenbar brauchbare Musik, oben schrammeln zum Beispiel Twice a Day munter herum. Das rockt, sprichwörtlich. Die Veranstaltung merken wir uns somit mal vor, so lange es sie noch gibt.

Nun ist das mit dem Laufen komischerweise nicht jedermanns Sache. Das ist zwar irgendwie schwer nachvollziehbar, aber so sei es. Und man kann sich ja bestimmt auch mit weniger Bewegung unterhaltsam beschäftigen. Das erkenne ich durchaus an. Das mag man ruhig jeweils ganz nach eigenem Gusto entscheiden. Nur zu. Fotografieren ist so etwas: Es fasziniert respektabel viele. Und während Ignoranten wie ich damit nichts anfangen können, gibt es für die Interessierten passende Edutainment-Kurse von Stanford-Professoren online frei verfügbar. Wie anregend.

Andere Berühmtheiten aus der gleichen Gegend sind bzw. waren ähnlich umtriebig. Walter Benjamin zum Beispiel. Einerseits ein Philosoph und wilder Theoretiker, hat er auch Radiosendungen eingesprochen, unter anderem für Kinder. Faszinierend.

Kinder spielen ja auch gern. Minecraft zum Beispiel. Die New York Times hatte vor einer Weile einen schönen Text über die Faszination eben dessen. Dabei ist es natürlich nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen. Man sollte sich durchaus immer bewusst sein, was man so tut. Auch beim Spielen. Auch beim online Spielen. Und natürlich auch, wenn Kinder es tun. Christine Finke bringt es in zehn recht intuitiven Punkten ganz gut auf den – nun ja – Punkt.

Und wer weiß, vielleicht steckt darin ja auch durchaus ein wenig die Lösung für das eingangs erwähnte Dilemma mit der momentanen Weltlage. Vielleicht tut ein wenig Eskapismus tatsächlich gut. Da fragt man sich doch glatt, was eigentlich aus dieser Mode der Ausmalbücher für Erwachsene geworden ist.

Na?