Sonntagslinks

The Secret of Happiness – in 60 Seconds. Oder: Irgendwie sind wir alle verrückt. Das nenne ich mal beruhigend.

Julia Eisele ist ebenfalls ein wenig verrückt. Das ist auch sehr gut so. Denn sie macht, was momentan eher wenige erwarten: einen neuen Verlag gründen. Und sie bezieht dabei klar Stellung: Es geht (ihr) nicht um die hohe Literatur vs. Unterhaltungsschund. Es geht um beides, es geht um sowohl-als-auch, es geht um Texte, nicht um Schubladen. Und ich verspüre den Drang, die Dame zu einem Besuch beim Podcast des Hauses einzuladen. Machen, was andere lieber kaputt reden – besser geht’s kaum.

Ebenfalls um Bücher geht es im Literarischen Quartett. Das ist so eine Sendung in diesem Fernsehen. Dort ist gerade ein prominenter Gastgeber abgetreten. Es gibt Ersatz. Und Wolfgang Tischer vom Literaturcafe kommentiert das Ergebnis mit: echt jetzt? Tja, das liebe Fernsehen. Es hat’s momentan wirklich nicht leicht.

Wer kennt es nicht, dieses kontemplative Aus-dem-Fenster-Starren? Immer wieder schön. Und sehr, sehr wichtig.

Und während wir starren und dabei über das Leben sinnieren, stellen wir vielleicht sogar fest: Das ganze Relativieren, das ganze Korrektsein, das ganze Es kommt halt darauf an hat seine Grenzen. Schönheit liegt z.B. nicht einfach nur im Auge des Betrachters. Mit dieser Erkenntnis is doch schon viel gewonnen.