Sonntagslinks

Zum Osterfest gibt es einen Klassiker. Feiertage sind schließlich Lesetage.

Ein Ultraläufer spricht mit anderen und wir erfahren, was es braucht, um 250 km durch die Wüste laufen zu können.

Selbstbeherrschung gehört mit dazu. Das tut sie sicher auch bei der Entscheidung, eine Zeit lang die totale Enthaltung zu zelebrieren. Interessant, was die Jugend von heute so als Sport betreibt.

Frauen machen da mal wieder die sinnvolleren Sachen. Gefühle zu verkaufen beispielsweise. Die Japanerin Michiko Ogawa ist zum Beispiel nicht einfach nur eine feine Jazzpianistin, sondern auch die Chefin des wiederauferstandenen Technics. Und wer ein Autogramm von ihr haben möchte, bekommt quasi den Plattenspieler mit dazu. Oder so.

Das Schreiben als Moment des Innehaltens, Reflektierens und Nachdenkens: Bei schwarz auf weiß gibt es mal eine erfrischende Abwechslung in die ansonsten oft etwas verkrampft im Lagerkampf gefangene Blogs-vs-Feuilleton-Diskussion.

Verkrampft sind wir hingegen im Kulturteil der Welt. Dort hat jemand den Textkonsum der nachfolgenden Generation erkannt. Der Nachwuchs liest nämlich, man kommt schon kaum noch hinterher. Doch anstatt das euphorisch zu feiern haben ein paar von uns alten Säcken genau damit jetzt tatsächlich auch schon wieder ein Problem. Weil die Jugend nicht nur still die Bücher verschlingt, sondern sich darüber glatt auch austauscht. Dieses kommunikativ soziale Pack, also wirklich. Sind sie glatt cleverer als wir. Schlimm.

Wenn wir jedoch schon mal bei Geschmacksfragen sind: Wie sieht es eigentlich saisonal passend mit dem albernen Streit von heller versus dunkler Schokolade aus? Nun, man kann mittlerweile immerhin auch emotional stark für die helle Seite plädieren. Wie tröstlich.

Dann lasst es Euch mal schmecken. Ob hell, ob dunkel, egal.